Operative Projektleitung zur Einführung eines Notfalldaten-Managements mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK)

Situation

Der Gesetzgeber hat die Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen beauftragt, eine elektronische Gesundheitskarte und die dafür notwendige Telematik-Infrastruktur zu schaffen, mit der neben administrativen Funktionen auch medizinische Anwendungen zum Nutzen der Versicherten angeboten werden. Mit dem Notfalldaten-Management (NFDM) können Versicherte auf freiwilliger Basis notfallrelevante Informationen speichern lassen, z. B. über bestehende Medikationen, Allergien, Arzneimittelunverträglichkeiten, aber auch Informationen zu Schwangerschaft, Implantaten etc. Im Notfall können diese Informationen von Ärzten bzw. Notfallsanitätern gelesen werden, um eine optimale Versorgung zu unterstützen.

Aufgabe

Als Gesellschafter der für diese Aufgabe gegründeten Betreibergesellschaft gematik hat die Bundesärztekammer (BÄK) die fachliche Verantwortung für das NFDM übernommen. NOVEDAS leistet für die BÄK die operative Projektleitung in der gematik sowie Telematik Beratung und steuert die Erstellung der anwendungsspezifischen Konzepte und Spezifikationen, wie z. B. Datenschutz- und Sicherheitskonzepte, Spezifikation des Informationsmodells und der Fachmodule für stationären und mobilen Einsatz sowie Leitfaden zur optimalen Einbindung in bestehende Systeme bei Ärzten und in Krankenhäusern (PVS/KIS). Hierzu gehören alle Aufgaben des klassischen Projektmanagements, wie Planung, Ressourcen- und Risikomanagement, aber auch die fachliche Koordination mit dem Gesellschafter, Berichtswesen und Gremienarbeit sowie Steuerung externer Projektpartner.

Ergebnis

Das Projekt NFDM wird einen wesentlichen Baustein für die zweite Stufe des Online-Rollout der gematik liefern.

Projektleitung Anwendungsprozesse bei der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH

Situation

Im Auftrag der Spitzenorganisationen des Gesundheitswesens und auf Basis expliziter Gesetzgebung wird in Deutschland seit 2005 eine elektronische Gesundheitskarte (eGK) und die dafür notwendige Infrastruktur eingeführt. Diese dient als Basis für diverse Telematikanwendungen im Gesundheitswesen. Nach ersten Feldtests 2008 wurde deutlich, dass die Anwendungen rund um die Karte optimal in die bestehenden Abläufe in Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern einzubinden sind, um eine breite Akzeptanz im Alltag zu gewährleisten.

Aufgabe

NOVEDAS übernahm 2009 im laufenden Projekt die Telematik Beratung und Teilprojektleitung für nachstehende Aufgaben und berichtete an einen internen Gesamtprojektleiter des Kunden:

  • Fachliche Leitung eines gemischten Teams aus Facharchitekten und Business Analysts zum Abschluss der Facharchitekturen und Fachkonzepte für die Fachanwendungen der eGK.
  • Führung eines weiteren Teams zur Erstellung eines Implementierungsleitfadens als Basis für Hersteller sog. Primärsysteme (z.B. Praxisverwaltungs- und Krankenhaus-Informations-Systeme), um deren Systeme optimal auf die eGK anpassen zu können.
  • Vorbereitung und Durchführung von Workshops zu spezifischen Fachanwendungen der eGK mit Vertretern der Interessenverbände im deutschen Gesundheitswesen.
  • Planung einer „Anwenderoffensive“ zur Verifikation der Praxistauglichkeit der der eGK zugrunde liegenden Prozessdokumentation in repräsentativen Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern.
  • Planung und Vorbereitung eines Zentralen Anwendertests, um die Praxistauglichkeit sämtlicher eGK-Anwendungen unter Laborbedingungen mit Vertretern der Praxis zu überprüfen.

Ergebnis

Ende 2009 mussten sämtliche Projektaktivitäten eingestellt werden, nachdem die gerade neu angetretene Bundesregierung eine politisch motivierte Bestandsaufnahme des Gesamtprojektes eGK angeordnet hatte. Die ersten Erfolge bei der Verbesserung der Praxistauglichkeit führten zu einer Folgebeauftragung mit gesonderter Themenstellung (Organisationsberatung) bis 2010 und ab 2012 zur erneuten Übertragung einer Projektleitung zur Einführung des Notfalldaten-Managements.

ITIL Experte zur Erarbeitung eines Betriebskonzepts zur bundesweiten Einführung der Telematikinfrastruktur für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) 

Situation

Im Zuge der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wird eine hierfür erforderliche interoperable und kompatible Informations-, Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur (Telematikinfrastruktur) als bundesweite „Gesundheitstelematik“ im deutschen Gesundheitswesen etabliert. Die TI enthält die Komponenten und Dienste der TI-Plattform, die Fachdienste und die Fachmodule. Die Verantwortung für den Aufbau und den Betrieb dieser Telematikinfrastruktur (TI) sowie den Betrieb der Testinfrastruktur und  die  Durchführung der Testmaßnahmen  obliegt  der Gesellschaft  für  Telematikanwendungen  der  Gesundheitskarte  mbH  –  gematik. 

Aufgabe

Erstellung von Betriebsdokumenten (Betriebsmodell, Betriebskonzept und Betriebsrichtlinie) für den bundesweiten „Online Produktivbetrieb“ der Telematikinfrastruktur um einen geregelten organisationsübergreifenden Datenaustausch innerhalb des Gesundheitswesens sicherzustellen. Prozessdesign aller relevanten ITIL Prozesse des übergreifenden ITSM für alle Akteure der TI. Anforderungsmanagement der gesetzlich geforderten Anforderungen.

Ergebnis

Die erstellten Betriebsdokumente bilden die Basis für den Betrieb der TI in der Bundesrepublik Deutschland und gelten für alle Akteure innerhalb der TI.