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Von: Jörg Lucas am 24. März 2020 In: NOVEDAS Comments: 0

Anton-Gernot Idstein-Ladebauer, Scrum Master in einem Startup, das fluoreszierende Kleidung entwickelt, hat Feierabend. Nachdem er seinen Rasen gemäht hat, trifft er sich noch mit seinem neuen Kollegen, Brad Pritt, der vor kurzem von einem großen Konzern zu Anton-Gernots Arbeitgeber ARMLEUCHTER gewechselt hat.

Sie treffen sich in Ihrem Stammlokal, dem „Manifest“, um den Tag ausklingen zu lassen. Später stößt noch der inzwischen pensionierte russische Softwareentwickler Nartrof Loboc zu ihnen.

„Sagt mal,“ beginnt Nartrof das Gespräch mit seinen beiden Freunden, „ihr macht doch alles agil. Habt ihr bei euch auch dieses Däff-Obst, von dem ich gehört habe?“ – „Ach, Nartrof, das haben wir nicht. Auch wenn es viel mit agilen Methoden zu tun hat, ist es nicht dasselbe oder zwingender Bestandteil agiler Methoden. Und es heißt DevOps“ – „Sag ich doch!“, entgegnet Nartrof und justiert seine Hörbrille.+

DevOps – eine Definition

Aber was ist eigentlich dieses DevOps wirklich? Neuerdings in aller Munde und doch so oft unverstanden ist die Idee gar nicht so neu. Erstmals öffentlich im größeren Stil bekannt wurde DevOps bereits vor mehr als zehn Jahren. Es beschreibt zunächst das, was die Wortherkunft hergibt. Es geht um das Zusammenrücken von Software-Entwicklung (DEVelopment) und Betrieb (OPerationS) mit dem Ziel höherer Softwarequalität und Robustheit in höherer Auslieferungsfrequenz. DevOps ist dabei keine agile Methode oder Framework. Es ist vielmehr eine Philosophie oder Unternehmenskultur der geänderten Zusammenarbeit. Es passt jedoch sehr gut zu agilen Methoden. DevOps ist deshalb auch Bestandteil des Frameworks SAFe zur agilen Skalierung.

In Kombination mit agilen Softwareentwicklungsmethoden wie Extreme Programming oder Scrum wird Software iterativ häufiger und schneller in die Produktion gebracht.

Durch Continuous-Integration und Continuous-Delivery wird praktisch laufend neuer Code gemeinsam durch Entwicklung und Betrieb in die Produktion gebracht. Damit das funktioniert ist ein hoher Grad an Automatisierung z. B. für Versionierung, Build-Erstellung und Testing erforderlich. Hinter allem steht aber, dass Entwicklung und Betrieb bei allen Aspekten der Kultur, der Praxis und der Werkzeugebene vereint werden. Ziel ist dabei, bessere Software häufiger und schneller zum Kundennutzen in den Betrieb zu bringen und dabei besser auf Änderungen reagieren zu können.

So gesehen kann „Däff-Obst“ das Superfood in ihrem (agilen) Software-Prozess werden.

Kellner & Köche

„Das wäre also so“, meinte dann Nartrof, „als wenn der Kellner dem Koch schon gelegentlich zusieht und probiert und die beiden dann gemeinsam das Gericht ausliefern.“ „So isses!“ entgegnet Brad. „Und beide warten auch noch, ob es dem Gast schmeckt.“

Bei allen Vorteilen gegenüber klassischer Herangehensweise ist es dennoch eine Herausforderung, DevOps in ein Unternehmen einzubringen, da es erhebliche Umschaltvorgänge in der technischen Erstellung, im technischen Betrieb, vor allem aber in den Köpfen der Beteiligten erfordert.

NOVEDAS unterstützt gerne dabei, die richtigen Zutaten für Ihr Prozessmenü zu finden und die Zubereitung zu begleiten.

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