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Von: Nils Linhoff am 8. Oktober 2019 In: Projektmanagement Comments: 0

In Kontext von agilen Methoden wie Scrum taucht oft das Prinzip des Servant Leaders auf. Obwohl in den Scrum Guidelines Servant Leadership nicht explizit erwähnt wird, muss der Scrum Master auch stückweise eine dienende Führungskraft sein, um seiner Rolle gerecht zu werden. Aber auch im klassischen Projektmanagement können Projektleiter mit dem Servant Leader Ansatz Teams dazu befähigen, effektiver zu arbeiten.

Was ist eigentlich Servant Leadership oder „dienende Führung“ und welche Fallstricke gibt es?

Manchmal als Soft Power oder Stewardship bezeichnet, ist Servant Leadership eine Führungsmethode, die Robert Greenleaf bereits in den 70er Jahren entwickelt hat. Servant Leader führen Teams im Kontrast zu klassischen Projektleitern als Ausrichtung der Führung auf die Interessen der Geführten.

Die Hauptaufgaben liegen hierbei darin, das Entwicklungsteam zu befähigen, ihre Arbeit bestmöglich zu erledigen und sich kontinuierlich in seiner Leistung zu steigern.

Servant Leader:

  • hören zu,
  • schaffen Sicherheit und Vertrauen,
  • haben den Menschen im Fokus,
  • geben Kontrolle ab,
  • räumen Hindernisse aus dem Weg,
  • ermutigen und befähigen das Team,
  • stellen Ressourcen zur Verfügung und
  • sorgen für die nötige Weiterentwicklung.

Was sind Aufgaben der „dienenden Führung“?

Der Servant Leader räumt Hindernisse aus dem Weg und kommuniziert mit den Stakeholdern als Mediator. Dennoch dürfen nicht alle Probleme und Konflikte an den Scrum Master durchgereicht werden. Das Team selbst sollte idealerweise durch den Servant Leader befähigt sein, diese Probleme erkennen und lösen zu können. Servant Leadership ist immer ergebnisorientiert und kein Feel-Good Management. Die Entscheidungen und Unterstützung der Servant Leader sollten immer zu konkreten Ergebnissen in der Effektivität des Teams oder der Kundenzufriedenheit führen. Servant Leader dürfen nicht zu Befehlsempfängern des Entwicklungsteams mutieren, sondern müssen auch den Leadership-Teil der Rolle wahrnehmen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit ist, das Team auf dem Weg zur Selbstorganisation und zur Zusammenarbeit zu begleiten.

Letztendlich sollte ein Scrum Master daran arbeiten, sich selbst als Organisator überflüssig zu machen um dann als Coach und Mediator das Team weiter zu unterstützen.

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