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Von: Kai Hunold am 22. März 2018 In: IT Consulting Comments: 0

Was haben ein Fuchs, zahlreiche Hühner, ein Kater, ein Jäger und IT-Projekte gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten Blick – ehrlicherweise – auch nichts. Setzen wir jedoch mal die ersten Elemente in einen Kontext:

Der Kater ist nicht irgendein Kater. Es ist Findus, der treue und findige Begleiter des eher auf seinen Hof fixierten Pettersson. Die Hühner sind auch nicht irgendwelche Hühner, sondern die Hühner von jenem Pettersson. Und der Jäger – wenn es überrascht es – ist auch nicht irgendein Jäger, sondern der gerne eingesetzte Antagonist Gustavson. Das Leben von allen wäre im Prinzip wunderbar, wenn es nicht den Fuchs gäbe, der Gustavson nicht nur einen Grund gibt, überhaupt aufzutreten, sondern gleichzeitig auch noch die Hühner von Petterson (& Findus) gefährdet.

Stop! Wir haben das IT-Projekt ganz vergessen. Das IT-Projekt hat – so viel Überraschung ist erlaubt – nichts mit Pettersson zu tun. Auch nichts mit Findus, den Hühnern oder Gustavson. Und auch nichts mit dem Fuchs. Die Ausgangslage ist jedoch dieselbe.

Warum Unternehmensberater wie Katzen sind

Ein Unternehmen sieht sich vor der Herausforderung den ganz normalen Betrieb effektiv und effizient zu bewältigen. Häufig steht die IT-Organisation nicht im Fokus. Hierfür gibt es dann findige – oder besser: „spezialisierte“ – Beratungsunternehmen. Zum Beispiel NOVEDAS. Deren Aufgabe ist es, das Unternehmen an zentralen Stellen zu entlasten, um so mehr Kapazitäten für die wirklich wichtigen Aufgaben und den laufenden Betrieb zu schaffen – quasi die Hühner. Was ist jedoch mit dem Fuchs? Der Fuchs ist ein nicht geplantes, jedoch immer einzukalkulierendes Risiko. Das kann gesetzlicher, aber auch personeller oder einfach nur menschlicher Natur sein. Der überraschende Ausfall eines Team-Mitglieds durch Krankheit beispielsweise. Und wer ist nun Gustavson? Das ist leicht: Er ist die 08/15-Lösung. Der Standard, die erstbeste Idee, der Weg nach Vorschrift, der Standard-Eskalationsprozess. Er will den Fuchs einfach erschießen.

Kann das die Lösung sein? Findus ist der Meinung: Nein, kann es nicht! Probleme sind doch im Kern dornige Chancen; aus diesem Grund überlegt er sich einen anderen Plan – und schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. In einem vermeintlich kompliziert wirkenden Plan, baut er zunächst ein trojanisches Huhn, gefüllt mit Pfeffer. Die Idee lautet: Wenn der Fuchs das Huhn attackiert, platzt es und sorgt neben Verwirrung auch für reichlich Krach. Weil das nicht ausreichen wird, beginnt Phase 2: Petterson & Findus haben ein Feuerwerk vorbereitet, dass es in sich hat. Das Ziel: Abschreckung durch Ablenkung. Und weil Findus nicht nur findig, sondern auch noch witzig ist, gibt es Phase 3: Findus fliegt, als Gespenst versteckt, über das Gelände und jagt dem Fuchs den Schreck seines Lebens ein. Allerdings kommt erstens immer alles anders und zweitens als man denkt. Der Fuchs fällt nicht auf die Finte rein. Warum? Weil Gustavsons Hund zuerst hereintritt.

Das Szenario ist identisch: Gustavson ist zunächst erschrocken, dann verstört und kombiniert dann beides, er ist verschreckt. Er verzichtet komplett, darauf in Zukunft Füchse zu jagen und ist auch bereit, alternative Wege zu gehen.

IT-Projekte: Menschen, Berater und Spaß bei der Arbeit

Springen wir wieder in unsere IT-Projekte: In unserer 20-jährigen Geschichte haben wir gelernt, dass Schema F zwar auf dem Papier immer sehr gut aussieht – in der Praxis jedoch nicht taugt. Aus diesem Grund erarbeiten wir immer, gemeinsamen mit unserem Kunden auf Basis des systemischen Modells, eine ausgefallene Strategie, welche das Risiko nicht nur als Störfaktor betrachtet, sondern schon früh aktiv einbindet und vielleicht sogar nützlich macht. Dass Standard-Vorgehensweisen nach den immer gleichen Modellen im Vergleich zum Scheitern verurteilt sind, versteht sich dabei fast von selbst. Unsere Projektpläne sind zwar nicht darauf ausgelegt, witzig zu sein, weswegen Sie uns niemals als Gespenst über die Flure werden huschen sehen. Wir haben aber auch gelernt, dass immer Menschen miteinander arbeiten und schlechte Laune eine Situation noch nie qualitativ verbessert hat, eher im Gegenteil. Aus diesem Grund ist unser Ziel, im Rahmen der von uns betreuten IT-Projekte zumindest den Spaß an unserer Arbeit als elementarer Bestandteil unserer Unternehmens-DNA nicht zu verlieren.

Und wer sich die als Vorlage dienende Pettersson & Findus-Geschichte (noch bis 11.03.2020 in der ZDF-Mediathek) anschaut, wird feststellen, dass wir sogar im Ergebnis eine Win-Win-Situation haben: Der Fuchs frisst nämlich nicht die Hühner und gefährdert damit die Betriebsorganisation. Er bekommt einen Schoko-Kuchen, der eigentlich für Findus gedacht war – auch Berater können eben nicht immer alles haben!

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